Herrlisheim, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich



 


Notizen: Wikipedia 2017:
Herrlisheim (deutsch Herlisheim) ist eine Gemeinde mit 4830 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Departement Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).
Geschichte:
Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes findet sich in einer Schenkungsurkunde von 743 zu Gunsten des Klosters Weißenburg. Das Dorf wird Hariolfesvilla („Hariolds Hof“) genannt. Die Landgrafen von Unterelsass, die Grafen von Ötingen, verwalten 1251 das Dorf. 1342 wurde Herlisheim an die Herrschaft Lichtenberg verkauft. Von den Lichtenbergern wurde es zwischenzeitlich verpfändet, aber 1401 wieder ausgelöst. Durch den Gebietserwerb im 14. Jahrhundert mussten zu Beginn des 15. Jahrhunderts die zu umfangreich gewordenen Ämter Ingweiler und Buchsweiler der Herrschaft Lichtenberg neu organisiert werden. Dabei wurde unter anderem das Amt Pfaffenhofen ausgegliedert und verselbständigt. Als auch dieses durch weiteren Gebietszuwachs erneut geteilt werden musste, entstand das Amt Offendorf noch vor 1440. Zu diesem Amt gehörte auch Herlisheim.
Elisabeth, eine der beiden Erbtöchter Ludwigs V. von Lichtenberg (* 1417; † 1474), heiratete Graf Simon IV. Wecker von Zweibrücken-Bitsch. Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers, Jakob von Lichtenberg, eines Onkels von Elisabeth, erbte sie die Hälfte der Herrschaft Lichtenberg, zu der auch das Amt Offenheim – und damit Herlisheim – gehörte.
Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener Bruder Simon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob, Margarethe (* 1540; † 1569), war mit Philipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die zweite, nicht bereits in der Grafschaft Hanau-Lichtenberg liegende Hälfte der ehemaligen Herrschaft Lichtenberg und darin auch das Amt Offendorf mit Herlisheim.
Der zu diesem Zeitpunkt regierende Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg (1514–1590) führte die Reformation in seiner Grafschaft und auch den durch die Erbschaft hinzu gewonnenen Gebieten konsequent durch, die nun lutherisch wurde.
Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kam das Amt Offendorf unter französische Oberhoheit. In diesem Prozess wurde in Herlisheim auch wieder eine römisch-katholische Pfarrei errichtet.
Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III. 1736, fiel Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Offendorf – an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, Landgraf Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt. Mit dem durch die Französische Revolution begonnenen Umbruch wurde Herlisheim französisch.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 48.728741, Geographische Länge: 7.906800999999973


Verheiratet

Treffer 1 bis 1 von 1

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Deuber / Morgenthaler  13 Jan 1749Herrlisheim, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich F56598